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Kamelgeschichten

Hier werden wir in Abständen immer wieder kurze Geschichten von und über unsere Kamele veröffentlichen. Gerne veröffentlichen wir auch Erlebnisberichte, falls jemand Lust und Interesse hat, uns einen zu schicken. ;-)

 

 


 

Aragon und die lästige Fellpflege

Während sich unser Frodo relativ schnell an das Bürsten gewöhnt hat und dies ab und an auch ein wenig zu genießen scheint, findet Aragon Bürsten gar nicht lustig. Er hat Töne von sich gegeben, die sein Missfallen eindeutig zum Ausdruck gebracht haben. Leider haben wir es nicht auf Tonband aufgenommen. Laut Tierarzt müssen die beiden Lamas nicht zwingend geschert werden, wenn man sie regelmässig bürstet.

Scheren wäre für die beiden sehr anstregend - und für uns auch. Nachdem sie dabei absolut nicht still stehen bleiben, wenn man sich mit einer Schere oder einer Schermaschine nähert, bliebe nur die Möglichkeit, die Füße zusammenbinden um sie zu scheren. Aber um ein Verfilzen des Fells zu verhindern, müssen sie zumindest gebürstet werden.

Frodo hat Bürsten sehr schnell der Gefahr des Geschertwerdens vorgezogen. Nur unser Aragon konnte sich zunächst gar nicht mit der Situation anfreunden und hat neben lautstarken Protesten wie ein Großer gespuckt. Und das landete dann - nachdem er es von ganz tief unten hochgeholt hat - auf meinem T-Shirt und nicht nur da... Der große Vorteil ist nur, dass es einem ziemlich egal ist, wenn man mal eine Ladung abbekommen hat, weil man dann eh schon grün ist und den Geruch in der Nase hat. Aber natürlich ist das für Zwei- und Vierbeiner Stress pur. Also war ich auf der Suche ihn doch noch von der Prozedur zu überzeugen. Aber wie?

Der Gedanke zurückzuspucken kam mir irgendwann durch Zufall, allerdings ist man da leider eindeutig in der schlechteren Position und muss das Ungleichgewicht irgendwie ausgleichen. Daher habe ich Mineralwasser mitgenommen, einen großen Schluck in den Mund genommen, dort behalten und gebürstet. Natürlich hat Aragon nicht lange gezögert seine Abneigung durch Spucken auszudrücken. Und dan kam der Moment in dem ich ihm in seiner Sprache gezeigt habe, dass ich das nicht lustig finde. Seine tiefe Verwunderung darüber angespuckt zu werden hat er in einem Blick ausgedrückt, den man eigentlich hätte fotografieren sollen, aber wie so oft, hat man in solchen Momenten natürlich keinen Foto zur Hand.

Das Spiel mit dem Mineralwasser spucken als Gegenzug, wenn er spuckte, habe ich ein paar Mal gemacht und siehe da: er hat die Sprache und meine Geste sehr schnell verstanden und lässt sich von Tag zu Tag besser bürsten. Mittlerweile spuckt er nicht mehr und wenn dann immer nur gegen die Stallwand. Er findet es immer noch nicht toll aber er lässt es zu und man kann ihn bürsten, sodass er hinterher richtig toll aussieht. Bild folgt. ;-)